fotos/Laichhilfen_01.jpg

Im April 2003 unterstützte der SRTV e. V. erst­malig den ortsansässigen Sportfischer­verein Flughafensee dabei, Laichhilfen für den Zander im Flughafensee Berlin-Tegel auszu­setzen.

In der Vergangenheit wurden durch den Sport­fischer­verein Flughafensee zwar schon des öfteren Laichhilfen ausgesetzt, da das Einbrin­gen der Laichhilfen bisher jeweils vom Boot aus geschah, war eine visuelle Kontrolle des korrekten Standortes für die Sportfischer jedoch kaum möglich.

Die Idee zu Unterstützung bei diesem Vorhaben des Sportfischer­vereins Flughafen­see entstand bei der Reinigungsaktion des SRTV e. V. im April 2002. Auf die diesjährige Anfrage des Sportfischer­vereins Flughafen­see beim SRTV e. V. um Unterstützung war dieser spon­tan mit mehreren Mitgliedern zur Hilfe bereit. Letzlich war die tauchende Truppe dann aufgrund Erkältung und anderer kurzfristiger Terminänderungen auf drei Personen geschrumpft. Dieter und Klaus vom SRTV e.V. und Günther, der einzige tauchende Angler vom Sportfischer­verein Flughafen­see. Achim, Gabi und ich wollten den Tauchern und Sportfischern an Land und vom Boot aus helfen.fotos/Laichhilfen_02.jpg

Am Vormittag des 05.04.2003 trafen unsere Mitglieder am Flughafensee ein, als die Sportfischer noch letzte Hand an die vier Laichhilfen anlegten. Die Aluminiumgestelle wurden mit Nadelzweigen beflochten, im Anschluß auf zwei Boote verladen und zu den vorgesehenen Stellen transportiert. Zwei weitere Boote brachten die drei Taucher und deren Helfer zu den Laichstellen.

Die Gestelle wurden zu Wasser gelassen und versanken langsam in etwa 3 bis 4 m Tiefe auf den Grund des Sees. Nun mußten sie auf möglichst ebenen Stellen stehen und sollten idealerweise gegen Kippen gesichert sein. Hierfür hatten die Sportfischer Edelstahlanker in Form von ca. 30 cm langen gekrümmten Stahlrohren vorbereitet, die über die Querstreben der Gestelle in den sandigen Boden gesteckt werden mußten.

Alles klingt einfacher als es letztendlich war. Wir hatten uns eigentlich vorgestellt, dass die Laichhilfen an Leinen zu Wasser gelassen und von den Tauchern nach unten begleitet werden. Doch die Sportfischer waren schneller … ein-, zwei-, drei-, viermal schubsen … und weg waren die Laichhilfen.

Infolge dessen kam es für eine Laichhilfe zu einer kleinen Suchaktion. Dieter und Günther konnten eines der Gestelle anfangs einfach nicht wiederfinden. Die Sicht reichte bis zum Maskenglas und das Wasser hatte max. 4° C. Im Verlauf der Suche riß am Mundstück von Dieters Lungenautomat auch noch der Kabelbinder und sein Lungenautomat machte sich selbstständig. Zwischen den Zähnen hielt er nur noch das Mundstück … statt Luft bekam er faßt einen kräftigen Schluck Wasser. Und bei Klaus lösten sich fatalerweise beide Handschuhe von seinem Trocki. Trotzdem ging er wacker runter und erledigte die ihm gestellte Aufgabe mit Bravour … Hut ab.fotos/Laichhilfen_03.jpg

Anschließend suchten Dieter und Günther noch eine im Vorjahr verloren gegangene Laichhilfe am Südufer des Flughafensees. Bei den vorher geschilderten Sichtverhältnissen leider ein fruchtloses Unterfangen.

Zurück an Land warteten die Sportfischer bereits mit einen heißen Tee auf die Taucher. Das ist insofern besonders erwähnenswert, da die Pumpe im Vereinshaus der Sportfischer defekt war – was erst an diesem Tage bemerkt wurde – und einer der Sportfischer eigens nachhause fuhr, um für eine Kanne Tee zu sorgen.

 

Wir hockten noch ein Weilchen beisammen, besprachen gemeinsam ein paar Einzelheiten dieser Aktion sowie der geplanten Reinigungsaktion am 26. April diesen Jahres und machten uns dann mit der Gewissheit auf den Heimweg, wieder einen kleinen Beitrag für das Verständnis zwischen Sportfischern und Sporttauchern geleistet zu haben.

© F. Nolte SRTV Berlin e.V.

Zurück

Login